Das innere Landkarten-Modell der Pornosucht

Inhaltsverzeichnis

Warum virtuelle Welten so verlockend sind

Pornografie, Prostituierte, aber auch Computerspiele, virtuelle Realitaeten oder auch Filme haben einen besonderen Reiz:

Welcher?

Es werden Erlebnisse und Erfahrungen moeglich, die in \“der echten Welt\“ unmoeglich erscheinen.

In der echten Welt gibt es Konflikte, Reibungen, Widerstaende.

So wie in den beiden Fallbeispielen, die ich dir vorhin geschildert habe.

In der \“virtuellen Welt\“ komme ich ploetzlich reibungslos an meine Ziele.

Meine Beduerfnisse werden befriedigt.

Ohne Widerstand.

Aber ich zahle diesen Preis danach.

Den Preis der Reue.

Die Leere und Abstumpfung danach.

Die Gereiztheit.

Die Scham.

Das muesste jedoch nicht so sein.

Um zu verstehen, warum diese Flucht in die virtuelle Welt so verlockend wird, muessen wir uns ein grundlegendes Prinzip anschauen, wie wir Menschen die Realitaet erleben.

Stell Dir vor, jeder von uns traegt eine Art innerer ‚Landkarte‘ mit sich herum.

Diese Karte ist nicht die Welt selbst, sondern unsere ganz persoenliche Interpretation davon – gepraegt von unseren frueheren Erfahrungen, unseren Ueberzeugungen, unseren Aengsten und Hoffnungen.

Ein einfaches Beispiel aus dem Alltag:

Beispiel: Die Party

Zwei Menschen gehen auf dieselbe Party.

Fuer den einen ist es ein toller Abend.

Warum?

Seine ‚Landkarte‘ Partys ist mit Freude, guten Gespraechen und Entspannung verknuepft.

Fuer den anderen ist der Abend stressig und unangenehm.

Seine Landkarte im Bereich \“Parties\“?

Parties enthalten fuer ihn sozialen Druck, Unsicherheit oder frueheren Enttaeuschungen.

Fazit:

Die Party (die ‚reale‘ Situation) ist fuer beide gleich, aber ihre innere Landkarte bestimmt, wie sie diese erleben und bewerten.

Beispiel: Berufliche Praesentation

Oder denk an eine berufliche Praesentation:

Hattest Du einmal eine schlechte Erfahrung, ist Deine ‚Landkarte‘ fuer zukuenftige Praesentationen vielleicht mit ‚Gefahr‘ oder ‚Versagen‘ markiert, selbst wenn die objektiven Umstaende ganz anders sind.

Diese innere Landkarte entscheidet also massgeblich darueber, ob wir unsere erlebte Realitaet als angenehm und sicher oder als bedrohlich und mangelhaft empfinden.

Und genau hier wird es interessant:

Wenn unsere innere Landkarte so maechtig ist, was bedeutet das fuer unser Erleben der ‚echten Welt‘?

Ganz einfach:

Du nimmst die Welt da draussen nie vollkommen objektiv oder \“so wie sie ist\“ wahr.

Alles, was Du siehst, hoerst und fuehlst, wird durch Deine innere Landkarte – Dein \“Selbst\“ mit all seinen Praegungen, Erinnerungen, Projektionen, Bewertungen und Glaubenssaetzen – gefiltert und interpretiert.

Dein Gehirn konstruiert daraus Deine ganz persoenliche Version der Realitaet.

Du lebst also nicht direkt in einer neutralen \“Aussenwelt\“, sondern vielmehr auf Deiner eigenen, einzigartigen Landkarte dieser Welt.

Diese Karte hast Du ueber Jahre – oft unbewusst – selbst mitgestaltet oder von anderen (Eltern, Gesellschaft) uebernommen.

Ob es eine absolut \“echte\“, fuer alle gleiche Welt gibt, ist dabei fuer Dein Erleben zweitrangig.

Entscheidend ist: Das Einzige, was Du jemals direkt erfaehrst, sind die Deutungen und Simulationen, die Dein Inneres auf Basis Deiner persoenlichen Landkarte erzeugt:

Wenn die eigene Landkarte kein schoener Ort ist

Wofuer machen wir jetzt diesen ganzen Abriss?

Ganz einfach:

Wenn wir gar nicht die Realitaet wahrnehmen, sondern nur unsere eigene Landkarte davon, dann ist nicht die Realitaet interessant, sondern unsere eigene Landkarte.

Weil wir die Realitaet nie direkt sehen, hoeren oder fuehlen, sondern stets durch diesen Filter, ist unsere Karte stets wichtiger als das dahinterliegende \“reale\“ Terrain.

Und jetzt kommt das Problem:

Wenn die eigene Landkarte kein schoener Ort ist, dann haben wir keine Lust, dort zu leben.

Wenn die Welt nicht schoen ist, warum soll ich diesen Moment geniessen?

Warum sollte ich dann NICHT aus der Gegenwart fluechten?

Warum sollte ich dann alle Emotionen, inklusive aller negativen und unangenehmen, jetzt in diesem Moment da sein lassen und spueren?

Und nicht einfach fluechten?

In Gedanken.

In Gedanken ueber die Zukunft.

In Gedanken ueber die Vergangenheit.

In virtuelle Realitaeten.

In Pornos.

In der Realitaet, bzw. dem Abbild der Realitaet, auf unserer Landkarte, findet jeder Mensch:

  • Echte Begegnungen mit Frauen
  • Echte Konflikte mit Frauen
  • Widerstaende
  • Unsicherheiten, Ungewissheiten
  • Misserfolge
  • Moegliche Partnerschaften
  • Wachstums- und Entwicklungschancen
  • Verletzlichkeit
  • Das volle Spektrum der Gefuehle

Das sind an sich NEUTRALE Gegebenheiten.

Doch das \“Selbst\“ bewertet diese.

Denn deine Landkarte ist zu diesen Gegebenheiten nicht unbeschrieben.

Deine Eltern haben dazu Erfahrungen gemacht und du selbst.

Ist deine Landkarte zu diesem Gegebenheiten positiv beschrieben?

Wenn das Selbst diese als \“negativ\“ auf der eigenen Landkarte markiert, genau dann werden alternative Realitaeten interessant – wenn nicht gar hochattraktiv.

Wir fliehen in Fantasien, pornografische Realitaets-Filter oder andere Scheinwelten, die uns fuer einen Moment von innerem Druck und unangenehmen Gefuehlen aus diesem Moment befreien.

Aber:

Diese Scheinwelten sind in Wahrheit kein Zufluchtsort, sondern ein Labyrinth, das uns immer weiter von der echten Welt entfernt.

Und damit auch von wahrem Glueck und Erfuellung in dieser Welt.

Und gerade hier liegt die Wurzel sexueller Suechte begraben:

Die virtuelle Realitaet ist unbefleckt und kann neu und frei beschrieben werden

Im Ausleben der Sexuellen Sucht koennen wir unsere sexuellen und emotionalen Beduerfnisse befriedigen OHNE in die Gebiete der eigenen Landkarte zu gehen, die als \"negativ\", \"gefaehrlich\" oder \"zu vermeiden\" markiert sind.

Nicht nur die sexuelle Handlung an sich zieht uns an. Sondern vielmehr das Versprechen, negative Bestandteile unserer Landkarte zu umgehen. Und sich dabei in einer ungefaehrlichen, \“unbefleckten, virtuellen Realitaet\“ aufhalten zu koennen.

Sex haben zu koennen, massive Belohnung, positive Gefuehle OHNE die negativen Gefuehle unserer Landkarte. Wir hoffen, Kaelte, Einsamkeit, Ablehnung, Unsicherheit oder Konflikte zu ueberspringen, und dafuer Kontrolle, schnellen Konsum und das Aussparen der negativen Landschaften zu erhalten.

Das Problem? Je staerker wir fliehen, desto sproeder wird unsere Landkarte – und desto verzweifelter das Verlangen nach noch staerkerer Ablenkung.

Und das Zurueckkehren in die normale Realitaet ist umso schmerzhafter. Das spueren wir nach dem Rueckfall.

Die Loesung ist also nicht die Flucht. Sondern die Loesung ist das Update der eigenen Landkarte.

Der Ursprung der eigenen Landkarte

Der Schluessel zur Heilung und damit dem Ueberwinden der Sex- bzw. Pornosucht liegt also darin, die Landkarte als das zu sehen, was sie ist:

Nicht die Realitaet.

Oder besser: Nicht DEINE Realitaet.

Deine scheinbare Realitaet stammt nicht von dir.

Andere Menschen haben diese Realitaet eines Tages fuer dich entworfen:

  • Deine Eltern
  • Die Gesellschaft
  • Lehrer
  • Fruehe Bezugspersonen oder Freunde
  • Medien
  • Kultur
  • Filme
  • etc.

Warum haben sie das fuer dich getan? Weil sie dich lieben?

Weil sie dich schuetzen wollten?

Das ist eigentlich zweitrangig.

Fakt ist:

Diese Einfluesse haben deine eigene Landkarte als Kind konditioniert.

Und diese Landkarte ist jetzt tief in dein Unterbewusstsein programmiert.

Was heisst das konkret?

Als Kind hast du noch in einer freien, unbeschriebenen Welt gelebt.

Deshalb gab es auch noch keinen Grund zu fluechten.

Als Kind warst du nicht (porno-/sex-/)suechtig: Weil deine Landkarte noch nicht negativ konditioniert war. Es gab keinen Grund in eine andere Realitaet zu fluechten.

In deiner kindlichen Entwicklung hast du dann begonnen, unerforschte Gebiete der Landkarte zu erkunden.

Wir haben vorhin diese Fragen aufgeworfen:

Wenn die Welt nicht schoen ist, warum soll ich diesen Moment geniessen?

Warum sollte ich dann NICHT aus der Gegenwart fluechten?

Das Problem ist NICHT, dass die Welt nicht schoen ist.

Die Welt ist einfach nur.

Das Problem ist die Landkarte dieser Welt.

Und die Landkarte ist in dir drin und hat nur wenig mit der Welt da draussen zu tun…

Ausserdem ist die Landkarte noch nicht mal deine eigene…

Die Therapie von A1 - die Loesung des 2-Welten-Dilemmas: Erstelle deine eigene Landkarte

Der Schluessel zur Heilung liegt darin, die eigene Landkarte liebevoll zu ueberarbeiten:

Negative Punkte nicht zu verleugnen, sondern sie als Herausforderungen und Lernfelder anzunehmen.

Die Wahrheit ist: Die Landkarte wurde dir von deinen Eltern mit besten Wissen und Gewissen weitergegeben. Doch diese Landkarte ist nur ein kleiner Ausschnitt der Realitaet.

Nicht die Pornos sind unbeschrieben und frei. Sondern die reale Welt ist unbeschrieben und frei – WENN du den Mut hast, die alte Landkarte loszulassen.

Wie?

Erlebe die jetzige Realitaet, indem du 100 % in diesem Moment ankommst. Dann erfahre sie neu.

Und dann erstelle deine eigene neue Landkarte. Update die alte Landkarte deiner Eltern / Vergangenheit.

Das Schoene ist dann: Es ist wirklich DEINE Landkarte. Und deshalb darfst du sie dir so gestalten, wie sie dir dient.

Hoer auf, fremde Landkarten als deine eigenen anzunehmen. Als Kind hast du dies getan, um zu ueberleben. Jetzt bist du erwachsen.

Werde also emotional er-wachsen. Und erinnere dabei wie es war als Kind.

Als Kind warst du innerlich frei. Du hattest eine wunderschoene Landkarte.

Hoer auf, dich unterzuordnen. Und erfahre selbst.

Er-innere dich. Inneres Kind und innerer Erwachsener werden ein starkes Team.

Um wieder echtes Erleben, echte Begegnung und das volle Spektrum deiner Gefuehle zuzulassen, und dadurch die Landkarte neu zu beschreiben.

Ja, es kostet Mut, in ein Gebiet zu gehen, welches auf der eigenen Landkarte als \“gefaehrlich, unsicher, schambehaftet\“ oder als \“nicht ok\“ markiert ist.

Doch der Lohn wird sein, die alte Landkarte zu updaten.

Die alte Landkarte kann neu geschrieben werden. Die Chance, dass die eigene innere Welt wieder einladend wird, ist dabei sehr gross.

Nur so verliert die Flucht in alternative Realitaeten ihre Macht – und wir gewinnen die Freiheit zurueck, im echten Leben zu bleiben.

Die A1 Therapie sorgt dafuer, dass die echte Welt nicht mehr bedrohlich wirkt: Durch ein Update der inneren Landkarte.

Ist das geschehen, gibt es keinen Grund mehr in das eigene \“sichere Gefaengnis\“ des kompulsiven sexuellen Sucht zurueckzukehren.

Zusammenfassung: Loese die A1-Ursache einer Sex-/Pornosucht - ueberwinde Widerstaende und Konflikte in dieser Welt, sei frei

Um diese besprochene Mechanik der Sucht ursaechlich zu loesen, ist folgendes notwendig:

Die Beduerfnisse, die in der virtuellen Realitaet befriedigt werden, werden in der echten Realitaet befriedigt.

Wie?

Indem die Einwaende geloest werden, dies in der echten Welt zu tun.

Wie?

Indem die echte Welt – unabhaengig von den Warnungen der Urheber deiner alten Landkarte (Eltern, fruehe Bezugspersonen, soziale Konditionierung etc.) – neu erfahren wird.

Voll in diesem Moment ankommen, praesent sein und wirklich wahrnehmen.

Tief und langsam atmen und den Koerper entspannen.

Das ist der Prozess, der die alte, nicht mehr aktuelle Landkarte, ueberschreiben kann.

In unserem Training haben wir hierfuer gezielte gefuehrte Formate entwickelt, die das ermoeglichen.

Dabei wenden wir die Methodik der \“De-Identifikation\“ an.

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