Vielleicht hat es ein paar Jahre gedauert.
Doch es ist jetzt soweit.
Normale Pornos haben ihren Reiz verloren.
Vielleicht fragst du dich: „Wer bin ich eigentlich noch?“ oder:
„Sollte ich das im echten Leben ausleben?“
oder: „Wie bekomme ich das weg?”
„Im realen Leben MÖCHTE ich das gar nicht ausleben!”
Diese inneren Konflikte können in eine belastende Spirale aus tiefer Verunsicherung, Scham und Selbstzweifeln führen.
Hast du dich je gefragt, warum bestimmte Fantasien oder Objekte dich so stark anziehen?
Ein Fetisch ist viel mehr als nur ein sexuelles Verlangen.
Er ist ein komplexes Symbol, das für tieferliegende Bedürfnisse oder ungelöste innere Konflikte steht.
Der Fetisch selbst ist dabei nur die Strategie – der Weg, den deine Psyche unbewusst gewählt hat, um ein Bedürfnis auszudrücken.
Eine verschlüsselte Botschaft.
Das eigentliche Bedürfnis dahinter ist jedoch nicht an diese eine Ausdrucksform, die Botschaft, gebunden.
Es ist formbar und kann auf gesündere Weisen erfüllt werden.
In diesem Artikel erfährst du,
Was Sie in diesem Artikel erfahren
- was ein (pornoinduzierter) Fetisch genau ist,
- warum er entsteht,
- und vor allem: welche medizinisch fundierten Schritte notwendig sind, um den Fetisch aufzulösen, damit du deine Sexualität wieder authentisch und selbstbestimmt lebst.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Fetische nur dann als Störungen klassifiziert werden, wenn sie:
- Zwanghaft und ausschließlich sind und keine Wahlfreiheit besteht
- Klinisch bedeutsamen Leidensdruck verursachen
- Die Lebensführung beeinträchtigen und “normale”, gewünschte Beziehungen beeinträchtigen
- Die Grenzen anderer (potenziell) verletzt
Wenn du also das Verlangen nach dem Fetisch spürbar senken möchtest, sind die folgenden 10 Minuten für diesen Artikel eine goldwerte Investition deiner Zeit.
Also: Warmes Getränk holen und zurücklehnen.
1. Vorlieben vs. Fetische: Eine klare Abgrenzung
Als allererstes sollten wir sexuelle Vorlieben und emotional oder entwicklungsbezogene Fetische klar voneinander unterscheiden.
a) Vorlieben:
Natürliche sexuelle Neigungen, die im Einklang mit der individuellen Orientierung und der Persönlichkeit stehen. Sie bereichern das Liebesleben, ohne zwanghaft zu werden.
b) Fetische:
Zwanghafte, eskalierende Sehgewohnheiten, die immer extremer werden und nicht mehr den Neigungen in der Realität entsprechen oder mit eigenen Werten kollidieren.
Wenn die Sexualität zwanghaft wird und einen Leidensdruck erzeugt, können wir von einer nicht-angeborenen Abhängigkeit sprechen.
Kontroverse These: Fetische lassen sich therapeutisch auflösen – wenn man versteht, wie sie entstanden sind.
Dass ein Fetisch therapierbar ist, hat sich in unserer Erfahrung gezeigt:
https://www.youtube.com/watch?v=-tRsN2-I7xU
Über das “Wie” sprechen wir in diesem Artikel.
2. Entstehungsdimension:
Pornoinduzierter Fetisch oder entwicklungsbezogener Fetisch?
Heutzutage geschieht der erste Kontakt zu pornografischen Inhalten oft schon im jungen Alter, mit 11-12 Jahren.
Bei manchen fängt es bereits mit 8 oder 9 Jahren an.
Dann vergehen die Jahre.
Zuerst setzen noch die normalen Suchtmechanismen einer Pornosucht ein.
Doch irgendwann fällt dir auf, dass du Inhalte brauchst, die längst nicht mehr deinen realen Vorlieben entsprechen.
Die Frage ist:
Warum eskaliert der Konsum bei einigen Männern hin zu Fetisch Content?
Warum greifen bereits Jugendliche zu immer extremeren Inhalten (z. B. Trans-, Domina- oder BDSM-Filmen)?
Da die Droge “Pornografie” im Verborgenen konsumiert wird, kann sich ein Fetisch oft über Jahre verfestigen ohne dass ein Korrektiv von außen stattfindet.
Die Sucht zieht seine Bahnen und gräbt tiefe Furchen in das neuroplastische Gehirn des heranwachsenden jungen Mannes.
Dennoch konnten wir in unserem Programm hier Lösungen finden, die Männer nachhaltig befreit haben – trotz jahrelanger vorhergehender Sucht:
https://www.youtube.com/watch?v=-tRsN2-I7xU
In beiden oberen Fällen lässt sich also durch die Aufdeckung der Symbolik und Lösung die wahren Ursachen der Pornosucht auflösen.
3. Symbolische Deutung und Lösung – Die Fetisch Sexsucht Therapie
Interessanterweise machen Männer in unseren Beratungen oft keineswegs den Eindruck, süchtig nach dem entsprechenden Fetisch zu sein.
Im Gegenteil.
Der Mann, der sich in Webcam-Chats demütigen lässt, ist vor seinen angestellten Mitarbeitern der Fels in der Brandung.
Der Mann, der in seinem Vertriebsjob enorme Schlagzahlen fährt, verliert sich nach Feierabend in Wrestling Pornos, in der der Mann von einer kräftigeren Frau dominiert wird.
Der Mann, der erfolgreiches Bodybuilding und Kampfsport betreibt, hat einen Hang nach Transsexuellen und cuckold Pornos, in welcher er unterwürfig ist.
Es gibt noch weitere Beispiele.
Als uns diese Phänomene das erste Mal in unseren Beratungen begegneten, glaubten wir an Zufälle und Ausnahmen.
Später konnten wir zwei Systematiken dahinter aufdecken:
- Durch einen Fetisch können unterdrückte Persönlichkeitsanteile kompensiert werden und
- im Fetisch kann ein kindliches Trauma nachgespielt werden – wodurch unterbewusst nach einer Lösung des Traumas gesucht wird.
Dies wird in der Traumaforschung auch als “traumatische Reinszenierung” (”repetition compulsion/re-enactment of trauma”) bezeichnet.
Wir haben in einem anderen Artikel über die grundlegenden Ursachen einer Sexsucht bzw. Pornosucht gesprochen.
Im Folgenden gehen wir spezifischer auf die zwei spezifisch Fetisch-relevanten Wirkmechanismen ein:
3.1. Der Fetisch ist die Kompensation für die unterdrückten Persönlichkeitsanteile im echten Leben
Viele Männer schaffen es nicht, alleine ihren Fetisch aufzulösen, weil über dem Fetisch selbst eine große Schicht an Schamgefühlen, Selbstverurteilung und ggf. auch Schuld gelagert ist.
Diese Schicht versteckt das wahre dahinterliegende emotionale Bedürfnis.
Das ist wichtig zu verstehen:
Der Fetisch ist nicht das Bedürfnis, sondern nur eine Strategie.
Der Fetisch ist ein Ausdruck des eigentlichen, wahren Bedürfnisses (z. B. Kontrolle abgeben).
Alle Verhaltensmaßnahmen, den Fetisch zu verstecken, sorgen dafür, dass das dahinterliegende Bedürfnis nicht aufgedeckt und damit auch das Verhalten nicht verändert werden kann.
Einen Fetisch heimlich auszuleben, aber im Alltag genau das Gegenteil zu repräsentieren, ist dann ein sehr starkes Anzeichen darauf, dass im bewussten Wachzustand Persönlichkeitsanteile und Bedürfnisse unterdrückt werden.
Diese wabern im Unterbewusstsein und steuern den Betroffenen in scheinbar unerklärlichen Rückfällen.
Der Bildschirm wird zu einem Tunnel in eine andere Welt, zu der in dieser Welt kein Zugang gefunden werden kann.
Eine Welt, in der ich 100 % frei bin, Kontrolle abgeben kann, losgelöst sein kann, und nichts machen muss.
In der ich aufgefangen werde und empfangen kann.
Weil die Männer, die zu uns kommen, oft ihren Fetisch nicht bewusst erklären können, macht es Sinn, sich seiner Bedeutung symbolisch zu nähern.
3.1.1. Entschlüsselung des Fetisches über die Traumdeutung
Dein Fetisch ist oft eine Strategie oder ein Symbol für tieferliegende Bedürfnisse oder ungelöste Konflikte.
Er ist eine Art verschlüsselte Mitteilung Deines Unterbewusstseins, das „endlich“ Deine Aufmerksamkeit bekommen möchte.
Das Ausleben eines Fetisches ist nur eine Strategie.
Das noch unentschlüsselte Bedürfnis dahinter ist jedoch nicht auf diese Strategie festgelegt.
Die Strategie ist austauschbar.
Bleibt sie aber unentschlüsselt, bleibt sie vorherbestimmt (z.B. Sucht nach dem Porno-Fetisch).
Sie wiederholt sich zwanghaft, ähnlich einer Sucht, etwa wenn der Konsum von Pornografie mit einem spezifischen Fetisch verknüpft ist. D
ie gute Nachricht ist: Wenn du die wahre Bedeutung hinter deinem Fetisch entschlüsselst, eröffnet sich der Weg in die Freiheit.
Die Sprache des Unterbewusstseins:
Der erste entscheidende Schritt auf deinem Weg zur Auflösung eines belastenden Fetischs ist deshalb das tiefe Verständnis seiner verborgenen Symbolik.
Dies ist kein vages Rätselraten, sondern ein präziser analytischer Prozess, in welchem wir die Sprache Deines Unterbewusstseins entschlüsseln.
Um diese Bedürfnisse aufzudecken, können wir uns an fundierten Erkenntnissen der Tiefenpsychologie orientieren, insbesondere an der Art und Weise, wie das Unbewusste in Träumen kommuniziert.
Vorreiter der psychologischen Traumdeutung wie C.G. Jung, Siegmund Freud oder Erich Fromm haben hier wertvolle Pionierarbeit geleistet, derer wir uns bei FreiVonX bei dieser Entschlüsselung fetischistischer Fantasien und Handlungen bedienen.
Wenn wir schlafen bzw. träumen, ruht der bewusste Verstand komplett.
Das Unterbewusstsein kann sich im Traum frei und ungefiltert äußern.
Dies tut es jedoch nicht in einfachen Codes, die dem Verstand zugänglich sind, sondern in Symbole, die nicht immer einfach zu entschlüsseln sind.
Botschaften im Wachzustand:
Dein Unterbewusstsein kommuniziert jedoch nicht nur im Schlaf.
Auch im Wachzustand sendet es deutliche Signale: über starke innere Dränge, zwanghaftes oder unkontrolliertes Verhalten oder durch destruktive, suchtähnliche Muster.
All dies sind Ausdrucksformen unterbewusster Gefühle und Bedürfnisse, die nach Beachtung und Integration verlangen.
Doch je heftiger diese im Wachzustand vom Bewusstsein bekämpft werden, desto drastischer werden die Botschaften.
Es entstehen immer heftigere Fetische.
Das Verlangen wird unkontrollierbar.