Kreisen Deine Gedanken staendig um Sex?
Bestimmt zwanghaftes sexuelles Verhalten Deinen Alltag, obwohl Du es eigentlich nicht willst?
Leidest Du unter den negativen Folgen, fuehlst Dich aber dem Drang wie ausgeliefert?
Vielleicht laeuft nach aussen hin alles perfekt.
Beruflich erfolgreich.
Familie.
Ein stabiles Umfeld.
Doch innerlich tobt dieser Kampf.
Dieser unbaendige Drang, der Dich immer wieder einholt.
Und die quaelende Frage:
„Wie kann ich das nur loswerden?
Wie kann ich diese Sexsucht bekaempfen?
Und wie kann ich endlich wieder die Kontrolle zurueckgewinnen?“
Wenn diese Fragen Dich bewegen und Du nach einer echten, nachhaltigen Loesung suchst, dann bist Du hier richtig.
Dieser Artikel ist Dein fundierter Wegweiser.
Er wird Dir in den naechsten ca. 8 Minuten nicht nur oberflaechliche Ratschlaege praesentieren, sondern einen klaren Einblick geben, welche therapeutischen Schritte bei Sexsucht wirklich wirksam sind.
Du erfaehrst, wie Du eine Sexsucht professionell behandeln lassen kannst und welche Ansaetze Dir helfen, das Problem an der Wurzel zu packen.
Ich spreche hier nicht nur als jemand, der sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat.
Sondern auch als Mensch, der die Zerrissenheit und den Schmerz, den eine Sucht verursachen kann, aus eigener Erfahrung kennt.
Mehr zu meiner Geschichte auch in unserem X-Freiheit Blueprint:
Unser kostenloses Buch mit den 5 Zutaten der Befreiung:
Aber zurueck zur effektiven Therapierung und Befreiung von einer Sexsucht:
Der Weg aus einem solchen Teufelskreis ist moeglich – und ich moechte Dir zeigen, wie Du ihn fuer Dich entdecken kannst.
Dieser Artikel dient Dir als Kompass. Er beleuchtet, was eine effektive Therapie bei Sexsucht auszeichnet, wie Du die passende Unterstuetzung fuer Dich findest und welche Rolle auch die Selbsthilfe fuer Betroffene, insbesondere bei Sexsucht bei Maennern, spielen kann.
Bevor wir uns den Wegen aus der Sexsucht und den Therapieansaetzen widmen, ist ein ehrlicher Blick auf die eigene Situation unerlaesslich.
Viele Maenner fragen sich: „Ist mein Sexualverhalten noch im normalen Rahmen, oder habe ich bereits eine Grenze ueberschritten?“
Ein intensives Sexualleben oder eine hohe Libido sind nicht per se problematisch.
Der entscheidende Unterschied zur Sexsucht liegt im Kontrollverlust und im subjektiven Leidensdruck.
Geht es nicht mehr um frei gewaehlte, genussvolle Sexualitaet, sondern um einen inneren Zwang, dem Du Dich ausgeliefert fuehlst?
Verursacht Dein Sexualverhalten negative Konsequenzen in Deinem Leben, Deinen Beziehungen oder Deinem Selbstwertgefuehl, und Du schaffst es trotzdem nicht, es nachhaltig zu aendern?
Um eine erste Einschaetzung zu gewinnen, ob bei Dir Anzeichen einer Sexsucht vorliegen, ist eine ehrliche Selbstreflexion wichtig.
Fuer eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Anzeichen von Sexsucht und um eine fundiertere Selbsteinschaetzung zu erhalten, empfehlen wir Dir unseren kostenfreien und anonymen Sexsucht Selbsttest.
Warum dieser erste Schritt so wichtig ist?
Viele Maenner verharmlosen ihr Verhalten lange.
Sie sagen sich: „Das ist nicht so schlimm“, „Ich habe das im Griff“ oder „Andere machen das doch auch“.
Doch diese Verharmlosung verhindert den entscheidenden Schritt, sich wirklich mit den tieferen Ursachen auseinanderzusetzen und wirksame Hilfe zu suchen.
Nur wenn Du fuer Dich klarer siehst, dass Dein Sexualverhalten Dir nicht mehr dient, sondern Dich belastet, entsteht die notwendige Motivation fuer Veraenderung.
Dieser Artikel setzt genau hier an:
Er zeigt Dir, welche therapeutischen Wege es gibt, wenn Du fuer Dich erkannt hast, dass Du etwas aendern moechtest und musst.
Geht es bei Dir vielleicht (auch) um eine Pornosucht?
Viele Maenner, die mit zwanghaftem Sexualverhalten kaempfen, haben einen starken Fokus auf den Konsum von Pornografie.
Die Mechanismen von Pornosucht und Sexsucht sind oft eng verwandt und koennen sich gegenseitig verstaerken.
Typisch fuer Pornosucht sind z.B. immer laengere Konsumzeiten, immer extremere Inhalte und das Gefuehl, ohne Pornos keine sexuelle Erregung mehr zu empfinden.
Wenn Du vermutest, dass bei Dir Pornosucht eine zentrale Rolle spielt oder Du die tieferen Ursachen verstehen moechtest, die oft fuer beide Suchtformen gelten, empfehlen wir Dir dringend unseren umfassenden Artikel zur Pornosucht.
Nachdem Du eine erste Klarheit ueber Dein eigenes Verhalten gewonnen hast, ist es hilfreich zu verstehen, dass Sexsucht selten aus dem Nichts entsteht.
Die Ursachen sind oft vielschichtig und tief verwurzelt.
Faktoren wie emotionale Dysregulation – also Schwierigkeiten, mit intensiven Gefuehlen umzugehen – spielen haeufig eine Rolle.
Ungestillte seelische Beduerfnisse, praegende Bindungsmuster aus der fruehen Kindheit oder auch traumatische Erfahrungen koennen den Weg in eine Sucht beguenstigen.
Auch Deine innere „Landkarte“ (Deine unbewussten Ueberzeugungen und Bewertungen der Welt) und biochemische Prozesse in Deinem Gehirn, Stichwort Dopamin, sind relevante Aspekte.
All diese Aspekte haben wir in unserem Modell der sexuellen Suchtursachen beleuchtet.
Fuer eine erfolgreiche Sexsucht Therapie ist es sehr wertvoll, die individuellen Ursachen der sexuellen Sucht zu verstehen. Dieses Wissen hilft Dir und Deinem Therapeuten, die passenden Hebel fuer eine nachhaltige Veraenderung zu finden.
Wenn Du die tieferen Ursachen Deiner Sexsucht – inklusive moeglicher Einfluesse aus der Kindheit und detaillierter Erklaerungen zu den A1-A5 Bausteinen – verstehen moechtest, lies bitte unseren ausfuehrlichen Grundlagenartikel hierzu:
Ursachen und Entstehung einer Pornosucht / Sexsucht – wenn aus Lust Zwang wird.
Das Verstaendnis dieser Wurzeln ist das Fundament.
Jetzt schauen wir uns an, wie eine wirksame Therapie bei Sexsucht aufgebaut ist und welche Schritte Dir helfen, Deine Sexsucht loszuwerden.
Wenn Du erkannt hast, dass Sex fuer Dich zum Zwang geworden ist und Du etwas veraendern moechtest, stellt sich die Frage:
Wie sieht eine wirksame Sexsucht Therapie aus?
Welche Schritte sind notwendig, um die Sexsucht nachhaltig zu behandeln und wieder ein selbstbestimmtes Leben zu fuehren?
Bevor wir uns spezifische Therapieformen anschauen, ist es wichtig, drei grundlegende Voraussetzungen fuer eine erfolgreiche Veraenderung zu verstehen.
Ohne dieses Fundament wird es schwer, die Sexsucht wirklich loszuwerden und den Zwang zu bekaempfen.
Ehrliche Motivation und echte Veraenderungsbereitschaft:
Der wichtigste Schritt bist Du selbst.
Bist Du wirklich bereit, Dich Deinem Problem ehrlich zu stellen?
Nicht nur, weil der Leidensdruck gerade vielleicht sehr hoch ist.
Sondern weil Du eine tiefe, innere Entscheidung triffst.
Eine Entscheidung fuer ein anderes Leben.
Ohne diesen echten Willen zur Veraenderung bleibt jede Therapie oft nur ein oberflaechlicher Versuch.
Frag Dich ehrlich: „Warum will ich das wirklich aendern? Was ist mein tiefstes Ziel dahinter?“
Akzeptanz des Problems – Ohne Schoenreden:
Viele Maenner kaempfen lange ohne wirklichen Fortschritt.
Sie schaffen mal zwei Wochen, 3 Wochen.
Kaempfen dagegen an.
Nur um dann wieder rueckfaellig zu werden.
Den langfristigen und dauerhaften Absprung von ihrem unkontrollierten sexuellen Zwangsverhalten schaffen sie nicht.
Das Problem?
Sie wollen sich nicht eingestehen, dass sie ein Problem mit zwanghaftem Sexualverhalten haben.
Es ist einfacher, es zu verharmlosen.
Oder die Schuld bei anderen zu suchen.
Wirkliche Veraenderung beginnt aber anders.
Sie beginnt mit radikal ehrlicher Akzeptanz:
„Ja, ich habe ein Problem mit Sexsucht. Ich brauche Hilfe, um es zu loesen.“
Diese Annahme ist keine Schwaeche.
Sie ist ein mutiger Akt der Selbsterkenntnis.
Realistische Therapieziele setzen:
Was bedeutet „Sexsucht loswerden“ oder „Sexsucht besiegen“ konkret fuer Dich?
Geht es um komplette sexuelle Abstinenz (zumindest fuer eine Zeit)?
Geht es darum, bestimmte zwanghafte Verhaltensweisen abzulegen, aber eine gesunde Sexualitaet wiederzufinden?
Geht es darum, wieder faehig zu sein, tiefe, intime Beziehungen zu fuehren?
Gemeinsam mit einem Therapeuten oder fuer Dich selbst klare, erreichbare und ueberpruefbare Ziele zu definieren, ist ein entscheidender Baustein.
Ohne klare Ziele ist der Weg oft diffus und die Motivation kann schwinden.
Diese drei Punkte – Deine Motivation, Deine Akzeptanz und Deine Ziele – sind das A und O. Sie bilden das starke Fundament, auf dem jede weitere Therapie bei Sexsucht aufbauen kann. Nimm Dir Zeit, diese Punkte fuer Dich ehrlich zu reflektieren.
Wenn Du Dich fuer eine professionelle Sexsucht Therapie entscheidest, gibt es verschiedene bewaehrte Ansaetze.
Jeder hat einen etwas anderen Fokus.
Oft werden Elemente kombiniert, um Dir bestmoeglich zu helfen.
Hier ein Ueberblick ueber die gaengigsten Therapieformen:
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Muster durchbrechen, Verhalten aendern.
Die KVT ist ein sehr handlungsorientierter Ansatz.
Gemeinsam mit dem Therapeuten deckst Du schaedliche Denkmuster auf.
Du lernst zu verstehen, welche Gedanken und Ueberzeugungen Dein zwanghaftes Sexualverhalten befeuern.
Ein zentrales Ziel ist es, diese Denkmuster zu veraendern.
Du erarbeitest konkrete Strategien, um Ausloeser (Trigger) fruehzeitig zu erkennen.
Du uebst neue, gesuendere Verhaltensweisen ein, um den Suchtkreislauf zu durchbrechen.
Die KVT gibt Dir praktische Werkzeuge an die Hand, um Deine Impulse besser zu steuern und Rueckfaellen vorzubeugen.
Sie ist oft sehr effektiv, um schnelle und spuerbare Veraenderungen im Alltag zu erzielen.
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie: Den Wurzeln auf den Grund gehen.
Dieser Ansatz blickt tiefer.
Er geht davon aus, dass aktuelle Probleme oft mit ungeloesten Konflikten oder praegenden Erfahrungen aus der Vergangenheit zusammenhaengen.
Das koennen zum Beispiel fruehe Bindungserfahrungen oder Erlebnisse aus der Kindheit sein, die Deine Beziehung zu Sexualitaet und Intimitaet beeinflusst haben.
In der Therapie geht es darum, diese unbewussten Zusammenhaenge aufzudecken und zu bearbeiten.
Ziel ist es, ein tieferes Verstaendnis fuer Dich selbst und die Urspruenge Deiner Sexsucht zu entwickeln.
Durch das Bewusstmachen und Durcharbeiten dieser tieferen Schichten koennen sich emotionale Blockaden loesen.
Das ermoeglicht eine grundlegende und oft sehr nachhaltige Veraenderung.
Systemische Therapie: Das Umfeld mit einbeziehen.
Die systemische Therapie betrachtet den Menschen nicht isoliert.
Sie sieht Probleme und auch Loesungen immer im Kontext wichtiger Beziehungen und sozialer Systeme.
Das kann Deine Partnerschaft, Deine Familie oder auch Dein berufliches Umfeld sein.
Wenn Deine Sexsucht beispielsweise Deine Beziehung stark belastet, kann es sinnvoll sein, den Partner oder die Partnerin (mit deren Einverstaendnis) in den Therapieprozess einzubeziehen.
Es geht darum, Dynamiken und Kommunikationsmuster innerhalb des „Systems“ zu erkennen und positiv zu veraendern.
So koennen neue, unterstuetzende Strukturen entstehen, die Dir auf Deinem Weg helfen.
Gruppentherapie / Selbsthilfegruppe fuer Sexsuechtige: Gemeinsam stark sein.
Der Austausch mit anderen Betroffenen kann enorm entlastend sein.
In einer Gruppentherapie oder einer Selbsthilfegruppe fuer Sexsuechtige merkst Du: Du bist nicht allein mit Deinem Problem.
Das Gefuehl von Scham und Isolation nimmt oft ab.
Du kannst von den Erfahrungen anderer lernen und eigene Erfahrungen teilen.
Die Gruppe bietet einen geschuetzten Raum, um offen ueber Schwierigkeiten zu sprechen und sich gegenseitig zu unterstuetzen und zu motivieren.
Viele Maenner finden hier ein starkes Gefuehl der Zugehoerigkeit und wertvolle Impulse fuer ihren eigenen Heilungsweg.
Digitale und integrative Therapieansaetze: Moderne Online Sexualtherapie
Auch die Therapieangebote entwickeln sich stetig weiter.
Moderne, digitale Ansaetze, wie zum Beispiel unsere FreiVonX Methode, kombinieren oft verschiedene bewaehrte Therapieelemente.
Der grosse Vorteil ist hier die Flexibilitaet.
Die Therapie kann sehr individuell auf Deine spezifischen Ursachen eingehen.
Tiefenpsychologische Ursachenforschung (Deine „Landkarte“) verbindet sich mit praktischen Verhaltensstrategien.
Ein digitales Format erlaubt Dir, zeitlich und oertlich unabhaengig an Dir zu arbeiten.
Oft steht Dir ein Expertenteam online zur Seite, auch fuer kurzfristige Unterstuetzung.
Solche integrativen Ansaetze packen die Sucht an ihren verschiedenen Wurzeln.
Sie helfen Dir, auf allen Ebenen neue, gesunde Muster zu etablieren.
Das Ziel ist ein umfassender und nachhaltiger Heilungsweg.
Unabhaengig davon, fuer welche spezifische Therapieform Du Dich entscheidest, gibt es zentrale Elemente und Faehigkeiten, die in fast jeder erfolgreichen Sexsucht Behandlung vermittelt werden.
Sie sind quasi das Ruestzeug, das Dir hilft, Deine Sexsucht nachhaltig zu ueberwinden.
Umgang mit Suchtdruck (Craving) und Ausloesern (Trigger-Management):
Du lernst, die Momente zu erkennen, in denen das Verlangen uebermaechtig scheint. Was sind Deine persoenlichen Ausloeser (Trigger)? Bestimmte Gefuehle, Orte, Situationen? Du entwickelst konkrete Strategien, um diesem Suchtdruck nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Das gibt Dir Kontrolle zurueck.
Rueckfallpraevention: Strategien fuer schwierige Phasen:
Rueckfaelle koennen Teil des Heilungsweges sein. Wichtig ist, wie Du damit umgehst. In der Therapie erarbeitest Du einen Notfallplan. Was tust Du, wenn Du merkst, dass Du gefaehrdet bist? Wie kannst Du einen Rueckfall verhindern oder, falls er doch passiert, ihn als Lernchance nutzen, ohne Dich komplett zu verurteilen?
Emotionsregulation: Gesunde Wege fuer schwierige Gefuehle:
Oft ist Sexsucht ein Versuch, mit unangenehmen Emotionen umzugehen. Stress, Einsamkeit, Leere, Angst oder Traurigkeit werden „wegkonsumiert“. Du lernst gesuendere Wege, diese Gefuehle wahrzunehmen, zu akzeptieren und zu regulieren. Ohne sofort in alte Suchtmuster zu verfallen.
Aufbau eines gesunden Selbstwertgefuehls:
Viele Maenner mit Sexsucht kaempfen mit einem geringen Selbstwertgefuehl. Sexuelle „Erfolge“ oder Fantasien dienen dann als kurzfristige Aufwertung. Eine gute Therapie hilft Dir, Deinen Selbstwert auf eine stabilere Basis zu stellen. Unabhaengig von sexueller Leistung oder aeusserer Bestaetigung.
Entwicklung von Intimitaets- und Beziehungsfaehigkeit:
Sexsucht steht oft echter Naehe und erfuellenden Beziehungen im Weg. Du lernst, Dich auf emotionale Intimitaet einzulassen. Ehrliche Kommunikation, Verletzlichkeit zeigen und Vertrauen aufzubauen sind hier wichtige Schritte. Ziel ist es, Beziehungen zu fuehren, die naehren und nicht auf Sucht basieren.
Viele Maenner, die mit zwanghaftem Sexualverhalten kaempfen, fragen sich:
„Was tun gegen Sexsucht?
Kann ich meine Sexsucht selber behandeln und loswerden?“
Die ehrliche Antwort ist: Ja, es gibt einiges, was Du selbst in die Hand nehmen kannst.
Eigeninitiative ist ein wichtiger Teil des Heilungsweges.
Aber es ist auch entscheidend, die Grenzen der Selbsthilfe realistisch einzuschaetzen.
Was Du aktiv zur Selbsthilfe beitragen kannst:
Wissen aneignen und verstehen:
Informiere Dich fundiert ueber Sexsucht. Lies Artikel wie diesen. Verstehe die Mechanismen. Je besser Du Deine Sucht verstehst, desto gezielter kannst Du gegensteuern. Achte dabei auf serioese Quellen.
Ehrliche Selbstreflexion – Werde Dein eigener Experte:
Nimm Dir Zeit fuer Dich. Fuehre ein Tagebuch (Journaling). Beobachte Deine Muster: Wann tritt der Suchtdruck auf? Welche Gefuehle gehen voraus? Versuche, Deine persoenlichen Ausloeser und die tieferen Ursachen (siehe Abschnitt 2 und unseren Ursachen-Artikel) fuer Dich selbst zu erkennen. Diese Selbsterkenntnis ist unbezahlbar.
Ein unterstuetzendes Umfeld aufbauen:
Isolation naehrt die Sucht. Sprich mit Menschen, denen Du vertraust. Das kann ein guter Freund sein, ein Familienmitglied oder auch eine Selbsthilfegruppe fuer Sexsuechtige. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann enorm helfen, Scham abzubauen und sich verstanden zu fuehlen.
Gesunde Stressbewaeltigung lernen:
Oft ist Sexsucht ein Ventil fuer Stress, Anspannung oder innere Leere. Finde alternative, gesunde Wege, um mit diesen Zustaenden umzugehen. Sport, Meditation, Achtsamkeitsuebungen oder kreative Hobbys koennen hier sehr wirksam sein.
Digitale Hilfsangebote nutzen:
Es gibt gute Apps oder Online-Kurse, die Dich auf Deinem Weg unterstuetzen koennen. Auch unser kostenfreier X-Freiheit Blueprint (https://blueprint.xfreiheit.de) bietet Dir wertvolle erste Schritte und Einblicke.
Die wichtigen Grenzen der Selbsthilfe:
Selbsthilfe ist kraftvoll.
Sie hat aber auch Grenzen.
Sei ehrlich zu Dir:
Wenn Du einen oder mehrere dieser Punkte mit „Ja“ beantwortest, ist professionelle Therapie bei Sexsucht nicht nur eine Option, sondern oft der absolut notwendige und verantwortungsvolle Schritt.
Manche Muster sind so tief verankert, dass es die Begleitung durch einen erfahrenen Therapeuten braucht, um sie nachhaltig zu loesen.
Das ist kein Zeichen von Schwaeche, sondern von Mut und Selbstverantwortung.
Selbsthilfe und professionelle Therapie schliessen sich nicht aus. Im Gegenteil: Sie koennen sich ideal ergaenzen. Nutze die Moeglichkeiten der Selbsthilfe, um Deinen Weg zu beginnen und zu unterstuetzen. Scheue Dich aber nicht, Dir professionelle Hilfe zu holen, wenn Du sie brauchst.
Der Entschluss, die Sexsucht aktiv zu bekaempfen und Dir Hilfe zu suchen, ist der erste, entscheidende Schritt.
Doch welche Form der Unterstuetzung oder Sexsucht Therapie ist jetzt die richtige fuer Dich?
Diese Orientierung soll Dir helfen, Klarheit zu gewinnen.
Fuer den ersten Ueberblick und eine anonyme Einschaetzung:
Wenn Du schnell praktische Alltagsstrategien zur Suchtbewaeltigung suchst:
Wenn Du tieferliegende Ursachen (z.B. Kindheit, Trauma) intensiv bearbeiten moechtest:
Wenn Deine Partnerschaft stark unter der Sexsucht leidet:
Der richtige Weg, Deine Sexsucht zu bekaempfen, ist individuell.
Es gibt viele Moeglichkeiten, was Du gegen Sexsucht tun kannst.
Unsere kostenfreie Digitale Sprechstunde hilft Dir, den fuer Dich passendsten Weg zu finden.
In 20 Minuten Klarheit erhalten: Jetzt schnell und anonym ein Gespraech mit einem erfahrenen Erotiksucht-Spezialisten anfordern.
Du musst diese Entscheidung nicht alleine treffen. Wir unterstuetzen Dich dabei, die Sexsucht nachhaltig zu behandeln und wieder loszuwerden.
Du hast diesen Artikel bis zum Ende gelesen.
Das allein zeigt schon Deinen Wunsch nach Veraenderung.
Vielleicht fuehlst Du Dich von den vielen Informationen erschlagen.
Vielleicht aber auch erleichtert oder hoffnungsvoll.
Egal, was gerade in Dir vorgeht:
Die wichtigste Botschaft ist klar.
Sexsucht ist behandelbar.
Der Zwang, der Dein Leben vielleicht schon lange bestimmt, muss nicht Dein staendiger Begleiter bleiben.
Du hast erfahren, dass es nicht nur um „zu viel Lust“ geht.
Sondern oft um tieferliegende emotionale Beduerfnisse, Praegungen und ungesunde Muster.
Du hast verschiedene Ansaetze der Sexsucht Therapie kennengelernt.
Und Du weisst jetzt, dass es konkrete Schritte gibt, die Du gehen kannst.
Was tun bei Sexsucht?
Diese Frage hat jetzt erste Antworten bekommen.
Ja, der Weg aus der Sucht erfordert Mut.
Er erfordert Ehrlichkeit Dir selbst gegenueber.
Und er erfordert die Bereitschaft, Dich Deinen Aengsten und alten Mustern zu stellen.
Aber dieser Weg lohnt sich.
Du kannst Deine Sexsucht bekaempfen und nachhaltig ueberwinden.
Du kannst lernen, Deine Beduerfnisse auf gesunde Weise zu erfuellen.
Du kannst wieder echte, tiefe und naehrende intime Beziehungen fuehren.
Der entscheidende erste Schritt, um Deine Sexsucht loszuwerden, ist oft der schwerste.
Ihn zu gehen und Dir Unterstuetzung zu suchen, ist kein Zeichen von Schwaeche.
Im Gegenteil:
Es ist ein Ausdruck von grosser Staerke und Selbstverantwortung.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen.
1. Woran erkenne ich, ob ich sexsuechtig bin?
Sexsucht aeussert sich oft durch einen starken inneren Zwang zu sexuellen Handlungen, Kontrollverlust ueber das eigene Verhalten und erheblichem Leidensdruck. Weitere Anzeichen koennen sein: staendiges Denken an Sex, Vernachlaessigung anderer Lebensbereiche, Risikoverhalten und negative Konsequenzen fuer Beziehungen oder das eigene Wohlbefinden. Fuer eine detaillierte Selbsteinschaetzung empfehlen wir Dir unseren kostenfreien Sexsucht Selbsttest.
2. Was ist der Unterschied zwischen Sexsucht und Hypersexualitaet?
Hypersexualitaet beschreibt allgemein ein ueberdurchschnittlich stark ausgepaegtes sexuelles Verlangen oder eine hohe Frequenz sexueller Aktivitaeten. Nicht jede Hypersexualitaet ist automatisch eine Sucht. Von Sexsucht (oder zwanghaftem Sexualverhalten) spricht man erst dann, wenn dieses Verhalten zwanghaften Charakter annimmt, nicht mehr kontrollierbar ist, zu deutlichem Leiden fuehrt und negative Auswirkungen auf wichtige Lebensbereiche hat. Die Uebergaenge koennen fliessend sein; entscheidend sind der Kontrollverlust und der Leidensdruck.
3. Wird eine Sexualtherapie oder Sexsucht Therapie von der Krankenkasse uebernommen?
Die Kostenuebernahme fuer eine Sexualtherapie oder spezifische Sexsucht Therapie durch die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland ist nicht einheitlich geregelt. Wenn die Sexsucht als Symptom einer diagnostizierten psychischen Erkrankung (z.B. Depression, Angststoerung, Zwangsstoerung) auftritt oder selbst die Kriterien einer solchen erfuellt (z.B. unter „nicht naeher bezeichnete Stoerung der Impulskontrolle“), kann eine Psychotherapie, die von approbierten Psychotherapeuten (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) durchgefuehrt wird, kassenfinanziert sein. Reine Paar- oder Sexualberatung ohne medizinische Indikation wird oft nicht uebernommen. Es empfiehlt sich, dies vorab mit der Krankenkasse und dem Therapeuten zu klaeren. Private Kassen haben oft andere Regelungen.
4. Welche Therapieformen sind bei Sexsucht am wirksamsten?
Es gibt verschiedene wirksame Ansaetze. Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) hilft, schaedliche Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und zu veraendern. Tiefenpsychologisch fundierte Ansaetze arbeiten an tieferliegenden Ursachen und unbewussten Konflikten. Systemische Therapie bezieht das Beziehungsumfeld mit ein. Oft ist eine Kombination verschiedener Methoden, angepasst an Deine individuelle Situation und Ursachen, am erfolgreichsten. Wichtig ist eine gute Vertrauensbasis zum Therapeuten und Deine aktive Mitarbeit.
5. Kann ich meine Sexsucht auch alleine oder mit Selbsthilfe in den Griff bekommen?
Selbsthilfe (z.B. durch Informationsaneignung, Selbstreflexion, Stressmanagement, Selbsthilfegruppen) ist ein sehr wichtiger Baustein und kann viel bewirken. Bei starkem Leidensdruck, wiederholten erfolglosen Versuchen, alleine aufzuhoeren, oder bei begleitenden psychischen Problemen ist professionelle Therapie jedoch oft unerlaesslich fuer eine nachhaltige Veraenderung. Selbsthilfe und professionelle Therapie koennen sich aber sehr gut ergaenzen.
6. Was ist der Unterschied zwischen Pornosucht und Sexsucht?
Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden und die zugrundeliegenden Mechanismen und Ursachen sehr aehnlich sein koennen, gibt es einen Unterschied. Pornosucht bezieht sich spezifisch auf den zwanghaften Konsum von pornografischem Material. Sexsucht ist ein breiterer Begriff, der verschiedenste zwanghafte sexuelle Verhaltensweisen umfassen kann, wie z.B. exzessive Masturbation (auch ohne Pornos), zwanghafte Nutzung von Sex-Apps, haeufig wechselnde Sexualpartner, Prostituiertenbesuche etc. Oft gehen beide Suechte Hand in Hand oder eine entwickelt sich aus der anderen. Die therapeutischen Ansaetze sind jedoch haeufig sehr aehnlich.
Die im Artikel diskutierten Konzepte zur Sexsucht und deren Therapie stuetzen sich auf Erkenntnisse aus der Sexualmedizin, Psychotherapie und Suchtforschung. Folgende wissenschaftliche Quellen bieten einen tieferen Einblick:
1. Kraus, S. W., Krueger, R. B., Briken, P., First, M. B., Stein, D. J., Kaplan, M. S., Voon, V., Abdo, C. H. N., Grant, J. E., Atalla, E., & Reed, G. M. (2018). Compulsive sexual behaviour disorder in the ICD-11. World Psychiatry, 17(1), 109–110. PMCID: PMC5775124 (Erlaeutert die Aufnahme der Zwanghaften Sexuellen Verhaltensstoerung (CSBD) in die ICD-11 und deren diagnostische Bedeutung.)
2. Hallberg, J., Kaldo, V., Arver, S., & Dhejne, C. (2017). A Cognitive-Behavioral Therapy Group Intervention for Hypersexual Disorder: A Feasibility Study. Journal of Sex & Marital Therapy, 43(7), 691-704. PMID: 28602666 (Untersucht die Durchfuehrbarkeit und erste Ergebnisse eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gruppenprogramms fuer Hypersexualitaet/Sexsucht.)
3. Efrati, Y. (2019). Psychodynamic psychotherapy for compulsive sexual behavior. Sexual and Relationship Therapy, 34(3), 288-299. DOI: 10.1080/14681994.2019.1591661 (Dieser Artikel fokussiert direkt auf psychodynamische Psychotherapieansaetze bei zwanghaftem Sexualverhalten und bietet Einblicke in die Bearbeitung tieferliegender Ursachen.)
4. Gola, M., & Potenza, M. N. (2018). Paroxetine treatment of problematic pornography use: A case series. Journal of Behavioral Addictions, 7(1), 187–194. PMCID: PMC6035004 (Diskutiert Behandlungsansaetze im Kontext problematischer Pornonutzung und beruehrt Aspekte der Impulskontrolle.)
5. Reid, R. C., Carpenter, B. N., Hook, J. N., Garos, S., Manning, J. C., Gilliland, R., Cooper, E. B., McKittrick, H., Davtian, M., & Fong, T. (2012). Report of Findings in a DSM-5 Field Trial for Hypersexual Disorder. Journal of Sexual Medicine, 9(11), 2868–2877. PMID: 22970948 (Wichtiger Beitrag zur Diskussion und Forschung um die Diagnose „Hypersexual Disorder“ im Kontext des DSM-5.)
6. Fuss, J., Briken, P., Stein, D. J., & Lochner, C. (2022). Treatments and interventions for compulsive sexual behavior disorder with a focus on problematic pornography use: A preregistered systematic review. Journal of Behavioral Addictions, 11(4), 973–989. PMCID: PMC9872540 (Ein aktueller systematischer Review ueber Behandlungsansaetze bei zwanghaftem Sexualverhalten mit Fokus auf problematischer Pornonutzung.)
7. Weinstein, A., Katz, L., & Weinstein, Y. (2015). Sexual compulsion – Relationship with sex, attachment and sexual orientation. Journal of Behavioral Addictions, 4(1), 22–26. PMCID: PMC4394850 (Untersucht den Zusammenhang von Sexzwang mit Bindungsstilen, relevant fuer das Verstaendnis von Ursachen im Beziehungskontext.)
INTERNER PRAXIS-LEITFADEN
Zutat Nr. 1 und 4 zeigen dir, wie du den Kreislauf wirklich durchbrichst